Robert Mittringer

(1943 - 2018)
war ein österreichischer Künstler, dessen Weerk für ein Dazwischen steht. Geprägt von Generationen, prägend für Generationen geht es um zwei zentrale Punkte: Was ist Wert, wer definiert Wert. Das Überschreiten kultureller - ideologischer - gesellschaftlicher Normen war ihm niemals Programm, sondern bewegendes Mittel seines Denkens - und damit Schaffens. Das Aufarbeiten des gemeinhin als abgebraucht Geltenden, das Aufladen des Abgelegten, das "aufden-Sockel-Heben" des allzuoft als beiläufig Erachteten war prägend.

Painting

Malerei war Robert Mittringer stets die Verwendung von Material auf der Fläche. Dispersion wurde bisweilen mit Erde ergänzt, so manches appliziert, die Verwendung von Schablonen war ihm ebensowenig fremd wie der souveräne Umgang mit dem Pinsel (ob der dann in Tusche getaucht war, oder in Leim, oder in Sägespäne, oder in Asche - egal.

Sculpture

Raumgreifend war er immer. Verbal ebenso wie in Stahl, Aluminium und Bronze. Er hat verrückt, er hat geordnet, er hat komponiert. Was auch immer, mit welchem Material auch immer. Man darf sich das jetzt nicht als ausschließlich künstlerische Praktik vorstellen, es war im Alltag dasselbe.

Drawing

Zeichnung war Robert Mittringers tägliche Routine. Die Blätter changieren teils tagebuchartig zwischen Befindlichkeit und Reaktion. Das konnte ein Reagieren auf Vorgefundenes ebenso sein wien ein Überarbeiten von Skizzen für Skulpturen oder Objekte.